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Der Abt Hilduin und die Wiederauffindung der Reliquie 989 bestätigte der König Hugo Capet die Ernennung des Abtes Hiduin. Wären da nicht die Streitigkeiten mit dem Herzog von Aquitanien, Willhelm dem Großen, (995-1030) gewesen, der über den Verlust der Reliquie untröstlich schien, hätten die Mönche ein ruhiges Leben führen können. Und so war es auch nicht erstaunlich, dass die Reliquie im Oktober 1010, während einer Reise des Herzogs nach Rom, wiedergefunden wurde. Sie war in Mauerresten verborgen… wenngleich Zweifel erlaubt sind, denn Adhémar de Chabannes sagte in seinen Chroniken: „…man sagt es war das Haupt des Täufers”. Große Feste wurden ausgerichtet und hohe Persönlichkeiten geladen. König Robert der Fromme schenkte zu diesem Anlass eine goldene Muschel, in welche die Reliquie gelegt wurde. Wunder geschahen… Der Abt Théodolin wurde mit Blindheit geschlagen, nachdem er einen Zahn vom Täufer in seinem Mund zu verstecken versucht hatte. Erst nach öffentlicher Sühne fand er sein Augenlicht zurück. Das Kloster und die Abteikirche waren zu klein geworden. Der Herzog Willhelm von Aquitanien befahl den Bau einer neuen Abtei und betraute Odilon aus Cluny (962-1030) mit der Organisation der Glaubensgemeinschaft. 1050 fand sich die Gräfin Agnès de Bourgogne (995-1067), Witwe des Herzogs von Aquitanien und Gemahlin des Grafen des Anjou, Geoffroy Martel, zur Weihe der Abteikirche ein, und bestätigte alle früheren Schenkungen. Die Wallfahrt nach Santiago de Compostela Die Wichtigkeit, die die Benediktiner aus Cluny der Reliquie einräumten, verpflichtete die Wallfahrer quasi zu einer Reise nach Saint-Jean d’Angély, um Gnade und Zuwendung des Vetters Christi zu erbitten. Durch die Wallfahrt mehrten sich die Einkünfte der Abtei und das kleine Dorf wurde schnell zu einer blühenden Stadt.
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