LE CENTRE DE CULTURE EUROPEENNE
TREFFPUNKT JUNGER MENSCHEN
KOLLOQUIEN UND WEITERBILDUNG
KÜNSTLERHÄUSER
EUROPÄISCHE PROJEKTE
DAS FORUM
MEINUNGEN
PARTNER
INFORMATIONEN
GESCHICHTE
 
 
VERANSTALTUNGEN
 
INFOBRIEF
 
BOUTIQUE
 
DEPESCHEN

 

 
  FR / EN / ES

 

 

 

1/10 weiter

Angeriacum und die Legende der Reliquie des Hauptes Johannes des Täufers.

Im 9. Jahrhundert, 817, gründete Pippin, Enkelsohn Karls des Großen und Herzog Aquitaniens die Pfalz auf den Resten einer gallisch-römischen Stadt.
Die Legende berichtet, dass er sich aufmachte, Eindringlinge zu bekämpfen, die übers Meer in Angoulin, nahe La Rochelle an der Küste gelandet waren. Zur gleichen Zeit erhielten ein Mönche namens Felix und sein Kompagnon den göttlichen Befehl, sich nach Alexandrien in Ägypten aufzumachen, und von dort das Haupt Johannes des Täufers per Schiff mitzubringen. Wundersamerweise legte das Schiff in Angoulin an, wo Pippin von der Ankunft der wertvollen Reliquie träumte. Er nahm die Reliquie feierlich in Empfang und das Wunder geschah, denn die gefallenen fränkischen Soldaten erwachten zu neuem Leben. Die Reliquie wurde nach Angeriacum gebracht, das dadurch seinen Namen Saint-Jean d’Angély erhielt.

Die erste Abtei

Was immer man von diesem Wunder hält; eine erste Abtei wurde in den darauf folgenden Jahren gegründet. Eine Charta aus dem Jahre 838 gewährte der Abtei freien Zugang und Nutzung der Gewässer in ganz Aquitanien. Man weiß wenig über die erste Mönchsgemeinschaft, doch ist zu vermuten, dass sie von den Wikingern im 9. Jahrhundert vertrieben wurde und die Reliquie nicht mehr auffindbar war.
Um 940 baten der Graf Ragaire und der Bischof Eble aus Limoges den König Ludwig IX., den Seefahrer (936-954), eine neue Abtei zu errichten. Der König veranlasste den Bau und ernannte den ersten bekannten Abt, Martin, der der Benediktinerregel folgte.

Diese erste Klostergemeinschaft kannte eine Zeit des Wohlstandes und erhielt zahlreiche Schenkungen: Ländereien, Wälder, Weinberge, Fischteiche, Mühlen und Salzfelder.

1/10 weiter